Das anti-autoritäre Tech-Kollektiv autistici inventati, das fannysandfanyas.site36.net/ und damit diesen Blog hostet, wurde heute auf die US-„Terrorismus“-Sanktionsliste gesetzt. Das wird zu Problemen bei Zahlungen durch das Kollektiv führen, weitere Folgen sind noch unabsehbar. Wir updaten diesen Artikel sobald das Kollektiv sich geäußerthat.
Uns ereichen
Gleichzeitig arbeiten wir an einem Backup für diesen Blog. Sollte er ausfallen oder abgeschaltet werden, halten wir euch über unsere Signal-News-Gruppe, Mastodon und Bluesky auf dem Laufenden.
Ende September planen wir unseren ersten solidarischen Stand in der Bochumer Innenstadt zu organisieren. Wenn wir das wiederholen und ausweiten können, könnte daraus auch ein kleiner wirklich, wirklicher freier Markt werden. Ziel ist es eine solidarische Alternative – langfristige Gegenseitige Hilfe in Bochum anzubieten und anarchistisches Inhalte zu verbreiten. Alles beim Stand wird ohne Tausch also gratis angeboten. Die Innenstadt als Ort wählen wir, um möglichst viele verschiedene Menschen zu erreichen. Mehr zum Konzept weiter unten.
Dafür suchen wir noch Lebensmittel- und Geldspenden. Neben unseren Büchern, wollen wir nämlich auch Lebensmittel – Essen und andere Verbrauchsgüter verteilen. Wer uns dabei unterstützen mag, kann uns entweder per Mail (fannysandfanyas@riseup.net) oder über diese Signalgruppe einen (ausdruckbaren) Gutschein für einen Supermarkt oder Drogerie schicken (REWE und DM würden wir dabei aufgrund ihrer Lage in der Innenstadt bevorzugen). Ihr könnt uns aber auch physisch Gutscheine, Geld oder auch Lebensmittel übergeben. Das ist möglich bei unserem offenen Treffen (bei vielen Lebensmittel bitte kurz absprechen) am 11.09.2026 (in der Zeit von 15.00 – 16.30 Uhr) oder ihr macht mit uns was aus. Wenn ihr sie selbst kauft. sollten Lebensmittel vegan sein und wir möchten wegen dem hygienischen Aufwand erst mal nur Sachen, die nicht gekühlt werden müssen und nicht selbst zubereitet sind, teilen.
Menschen gesucht
Außerdem suchen wir noch Personen (mindestens eine mehr brauchen wir noch), die beim Stand mithelfen möchten. Bitte meldet euch dafür bei Interesse bis Ende August. Auch Per Mail (fannysandfanyas@riseup.net) oder durch die Signal-Gruppe.
Datum wird an einem Samstag Ende des Monats von ca. Mittags bis frühen Abend sein. Außerdem suchen wir langfristig auch nach Menschen, die sich vorstellen könnten die nachfolgendenVersammlungen langfristig anzumelden. Unser bisheriger Anmelder steht zunächst nur einmalig zur Verfügung. Die Orga jenseits der „Versammlungsleitung“ und Anmeldung übernehmen wir. Bei der Anmeldung können wir auch helfen. Sollte es durch die Polizei Stress (wovon wir nichts ausgehen) geben, haben wir Supportstrukturen im Hintergrund. Wir sind uns dabei bewusst, dass es ein Widerspruch ist Sachen beim Staat anzumelden, halten es aber aufgrund der aktuellen Machtverhältnisse für unrealistisch eine derartigen Stand aktiv ohne Anmeldung durchzusetzen. Alle die sich das wünschen – sorgt dafür, dass die lokale Bewegung wächst! Jetzt noch etwas mehr zum Konzept.
Tausch- und Eigentumsfrei
Sowohl unser Infomaterial (einschließlich Büchern) als auch alle Lebensmittel, die wir verteilen, verteilen wir ohne eine Gegen-“leistung“. Als wir wollen keine Geld dafür. Uns geht es darum, jene zu unterstützen, die etwas brauchen und allgemein die Logik von Eigentum zu bekämpfen. Als Anarchist*innen unterscheiden wir zwischen Eigentum und Besitz. Eigentum ist das Recht etwas zu kontrollieren, dass mensch selbst oder zusammen mit anderen nicht direkt nutzt. Beispiel für Eigentum sind Fabriken und andere Produktionsorte, Wohnungen und andere Räume/Gebäude die vermietet werden und alles was dem Staat gehört (nein der Staat ist keine Verkörperung der Bevölkerung). Die Kontrolle über diese ermöglicht es Unternehmer*innen, Reichen, Vermieter*innen und den staatlichen Eliten die Arbeitskraft anderer Menschen – einschließlich uns auszubeuten. Als Anarchist*innen lehnen wir Eigentum daher ab.
Besitz hingegen bedeutet etwas konkret zu nutzen z. B. in einer Wohnung zu leben, in einer Fabrik zu arbeiten oder etwas auf Land anzubauen. Auch alltägliche Gebrauchsgüter Zahnbürsten, Betten, Kleidung etc. sind Besitz. Besitz ist immer von den Menschen kontrolliert, die ihn konkret benutzen und Anarchist*innen lehnen ihn nicht ab. Also keine Angst wir planen nicht euch die Zahnbürsten wegzunehmen!
Solidarität heißt geben ohne zu bekommen
Wir wollen als keinen Eigentum und auch keinen Tausch. Denn auch hinter Tausch steht genauso wie hinter Eigentum eine Leistung- und Ausbeutungslogik – alle Menschen sollten ohne anderen etwas geben zu müssen genug haben um ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. Alles andere schafft Hierarchien in dem bewertet wird, ob Menschen genug arbeiten und wer für welche Arbeit was bekommt.
Das heißt aber auch wer Geld oder andere „Ressourcen“ hat auf die er*sie*they nicht angewiesen ist, kann oder eher sollte, auch ohne etwas dafür zu bekommen, diese solidarisch der Bewegung zur Verfügung zustellen.
Viele Projekte funktionieren leider nach einer Dienstleistungs- und Verkaufslogik,was in der jetzigen Gesellschaft verständlich ist, aber in dieser Hinsicht keine wirkliche Solidarität schafft. Wir wollen daraus ausbrechen. Ihr bekommt von uns alles was wir geben können, aber wir erwarten auch das ihr gebt was ihr könnt.
Was wir jedoch tun, einfach weil auch unsere „Ressourcen“ begrenzt sind, ist die Menge von Gütern, die wir rausgeben zu rationieren. Das betrifft vor allem Bücher und Lebensmittel. Damit wollen wir Missbrauch und Sabotage verhindern. Sollten wir darüber hinaus herausfinden, dass wer Sachen von uns weiterverkauft also nicht wie wir tauschfrei weitergibt oder direkt für sich nutzt, dann behalten wir uns vor der Person in Zukunft den Zugang zu unseren Gütern zu verweigern. Wir wollen den staatlich-kapitalistischen Markt schwächen, nicht ihn weiterverbreiten.
Rechtliche Aspekte
Es gibt dabei auch dabei zwei rechtliche Aspekte wegen den es besser ist keinen direkt oder indirekten Tausch zu haben:
1. Soweit wir bisher verstanden und recherchiert haben sichern wir uns dadurch, sollte wer uns Dinge mitbringen die durch illegale Methoden¹ wie Diebstahl von Staat und Kapitalismus (zurück)genommen wurden (selbstverständlich ohne unser Wissen), davor ab wegen Hehlerei verfolgt zu werden. Ob ihr sowas tut ist selbstverständlich eure Entscheidung (wir mischen uns in dieser Hinsicht nicht in eurer Leben und Entscheidungen ein). Wir bitten aber darum auf keinen Fall Menschen, die Dinge wirklich brauchen etwas wegzunehmen. Das können wir ethisch nicht vertreten.
2. Wir müssen auch keine Steuern zahlen, da es sich um Schenkungen handelt, solange uns nicht die gleiche Person mehr als 20.000 Euro innerhalb von 20 Jahren spendet (was unrealistisch ist).
¹Queerer Sex – zwischen cis-endo Männern und AMAB trans, inter und nicht-binären Personen war übrigens auch mal illegal und Schwangerschaftsbrüche sind es weiterhin. Dies zeigt, dass was illegal oder strafbar ist von gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnissen bestimmt ist und nichts über die Ethik von Handlungen aussagt.
Während/nach der Hitzewelle Ende Juni haben wir ein Plakat zur Klimakatastrophe im Ruhrgebiet veröffentlicht. Es ging auch darum die Verbindung mit der Geschichte der Region, ökologischer Zerstörung, Klasse, Aufstandsbekämpfung Kapitalismus und Staat aufzuzeigen. U. a. schickten wir das Plakat und dessen Text auch zur Veröffentlichung an Bo-Alternativ. Bo-Alternativ ist nach eigenen Angaben „Sprachrohr und Orientierungspunkt für Initiativen und Gruppen der links-alternativen Szene in Bochum.“ Faktisch handelt es sich um die größte „alternative“ Nachrichten-Seite in Bochum – einschließlich eines Veranstaltungskalenders. Wir rechneten gar nicht sicher mit einer Veröffentlichung. Womit wir aber noch weniger rechneten war, dass versucht wurde uns dreist anzulügen und versuchen zu manipulieren was die Gründe der Nicht-Veröffentlichung angeht. Alles weitere im Artikel.
Eigentlich mögen wir es nicht uns an einzelnen Projekten in Bochum abzuarbeiten. Wir sind ein Initiative für anarchistischen Zentrum und auch wenn eine klare Abgrenzung von der linken Szene teil unserer Projektidee ist, so ist unser Fokus nicht darauf sich mit deren Verhalten auseinanderzusetzen. Was wir allerdings auch nicht mögen ist, wenn Menschen versuchen uns dreist zu belügen und denken wir ließen uns durch solche Lügen einfach manipulieren.
Wer so mit ideologischen Differenzen umgeht, statt die eigene Postion offenzulegen, sollte schlichtweg nicht einfach unkommentiert damit davonkommen.
Menschen können gerne unsere Positionen ablehnen und öffentlich kritisieren – sie müssen dann zwar mit Gegenreaktionen umgehen können, aber als Anarchist*innen finden wir eine transparent öffentliche Debatte und das Offenlegen der eigenen Grundhaltung sehr wichtig. Andere jedoch anzulügen, damit sie nicht checken aus welchen Gründen Beiträge von ihnen nicht veröffentlicht werden. und dass dies wohl aus Positionsdifferenzen heraus passiert ist genau das Gegenteil. Selbstverständlich ist niemensch verpflichtet irgendwas von uns zu veröffentlichen. Aber das ist keine Begründung für dreiste Lügen und Manipulation. Was genau ist passiert?
(K)ein klassenkämpferische Plakat zur Klimakatastrophe
Wichtig war uns die Geschichte von ökologischer Zerstörung, Klasse, Aufstandsbekämpfung Kapitalismus und Staat zusammenbringen. Eine Perspektive, die in den Erzählungen eines großen Teils der deutschen Klimabewegung nicht vorkommt.
Wir haben das Plakat als Plakat und Flyer gedruckt und online über ein paar andere Kanäle verbreitet. Dabei war das Ziel zeitnah möglichst viele Menschen zu erreichen.
Dafür haben wir es zur Veröffentlichung auch an Bo-Alternativ geschickt. Aufgrund von Erfahrungen der anarchistischen Bewegung mit der Seite in den letzten Jahren, dass immer mal wieder unerklärt Sachen nicht veröffentlicht wurden, hatten wir aber keine großen Erwartungen und haben das in unser Mail auch so ausgedrückt: „Hallo Bo-Alternativ-Redaktion,
Wir sind uns unsicher, ob ihr aufgrund unserer gesellschaftlichen Haltung Sachen von uns veröffentlicht. Aber aufgrund des Wichtigkeit des Themas und weil kaum wer aus der Perspektive was macht – folgender Beitrag mit der bitte um Veröffentlichung an euch. Falls ihr kürzen wollt – bitte auf den Artikel auf unseren Blog verlinken: https://fannysandfanyas.noblogs.org/post/2026/06/27/die-klimakatastrophe-ist-seit-200-jahren-hier/ und ein Bild für den Beitrag ist angehängt. […]“ – Screenshot der Mail hier.
„Wir sind uns unsicher, ob ihr aufgrund unserer gesellschaftlichen Haltung Sachen von uns veröffentlicht.“ – halten wir in dem Zusammenhang weder für angreifend noch konfrontativ, schlichtweg eine Faktenaussage. Damit wollten wir auch die Tür aufmachen, dass ohne viel Aufsehen keine Veröffentlichung stattfindet. Dann passiert womit wir nicht gerechnet haben.
Die Antwort eine klare Lüge
Nachdem dem der Text wochenlang nicht veröffentlichtet worden war, hatten wir eigentlich nicht damit gerechnet, dass sich die Bo-Alternativ sich noch meldet. Doch erhielten wir am 16.07 folgende Mail:
„Hallo,
ich schreibe euch im Namen der Redaktion. Wir hatten schon einmal darauf hingewiesen, dass wir uns vor allem als Plattform der Bochumer Bewegung verstehen und deshalb den Bezug von Beiträgen zu Bochum zu einem wesentlichen Kriterium für die Aufnahme in die Beiträge machen. Und das unabhängig davon, ob wir mit jedem Inhalt übereinstimmen oder nicht.
Wenn ihr also einen Veranstaltung oder / und einen inhaltlichen Beitrag organisiert, der diesem Kriterium entspricht, dann werden wir das sicherlich berücksichtigen.
Nun, dass letzte Mal als wir nachgesehen haben lag Bochum mitten im Ruhrgebiet. Und ums Ruhrgebiet geht es schließlich auch in unserem Plakat. Dass, der “ Bezug von Beiträgen zu Bochum ein „wesentliche[s] Kriterium für die Aufnahme in die Beiträge“ ist – ist übrigens einfach ein dreiste Lüge.
Alleine im Juli und Juni 2026 gab es Beiträge zu Ereignissen und Veranstaltungen in Hattingen, Herne und Witten. Das finden wir auch gar nicht falsch, weil das Leben der Menschen, ihre Beziehungen und Erfahrungen ja nicht einfach an den Stadtgrenze enden. Aber es zeigt, dass die Begründung mit dem Bochum-Bezug vorgeschoben ist.
Noch mehr absurdum wird die Aussage geführt durch und schließlich entlarvend ist, dass einen Beitrag zu einer Petitionsübergabe fürs AFD-Verbot in DÜSSELDORF gab. Die Übergabe einer NRW-weiten Petition und Ende einer Kampagne hat wohl weniger Bezug zu Bochum als ein Plakat zur Klimakatastrophe im Ruhrgebiet.
Was aber sicher gar keinen lokalen Bezug mehr hat ist diese Veröffentlichung zu einem Gutachten über ein mögliches AFD-Verbot, dass am 26.06 (zwei Tag bevor wir unser Plakat zugeschickt haben) veröffentlicht wurde.
Und ja mensch kann, darüber streiten, ob ein AFD-Verbot wichtiger ist als sich gegen die Folgen der Klimakatastrophe zu organisieren und diese soweit noch möglich zu stoppen (Wozu wir im Plakat aufrufen). Wir halten ein AFD-Verbot für autoritär und langfristig den Staat und die Rechte stärkend und denken, dass der Autoritarismus und die Klimakatastrophe beide aus unserer gesellschaftlichen Ordnung kommen und daher zusammen bekämpft werden müssen.
Also wie mensch sich dazu verhält ist auf jeden Fall eine Inhaltliche Positionierung und hat rein gar nichts mit dem Ortsbezug der Beiträge zu tun. Also hat die Redaktion schlichtweg versucht uns zu bescheißen. Und das ist bewusst passiert. Alle von uns aufgeführten Beiträge stammen aus dem Zeitraum kurz bevor oder nachdem wir unser Plakat zugeschickt haben.
Wir möchten hier nochmal betonen, unser zentrales Problem ist nicht, dass unser Beitrag nicht veröffentlicht wurde, sondern über die Gründe so offensichtlich angelogen zu werden!
Autoritarisierung – Für mehr Verbot und Strafe
Wie beschrieben gab es während unser Plakat nicht veröffentlicht wurden, im gleiche Zeitraum viele Beiträge für ein AFD-Verbot. Daher wollen wir einmal inhaltlich auf den Wunsch nach einem AFD-Verbot eingehen.
Die ganze Logik einen AFD-Verbotes ist autoritär. Der Aufstieg der AFD wird angetrieben von gesellschaftlich verursachten Katastrophen wie z. B. Armut. Die selben Institutionen zu nutzen, welche diese Katastrophen verursachen – Staat, Kapitalismus – damit zusammenhängend Kolonialismus und Patriarchat – verstärkt nur diese Katastrophen, denn je mehr Macht diese Institutionen haben, desto größer mächtiger werden die Katastrophen. Diese Beiträge für ein AFD-Verbot, stammen zwar zumindest augenscheinlich nicht direkt von der Bo-Alternativ-Redaktion, aber weil sie ja eben auch ohne Lokalbezug veröffentlicht werden, zeigt sich ein Interesse der Redaktion diese Postionen zu pushen. Wir sind daher ziemlich überzeugt davon, dass ein Großteil der Redaktion für ein AFD-Verbot ist.
In dem Wunsch nach einem starken Staat der endlich gegen die Faschist*innen durchgreift, um den Status Quo der Demokratie wiederherzustellen zeigt sich übrigens auch der gleiche Wunsch der viele Unterstützer*innen der AFD antreibt: Antrieb des Verlangens sowohl nach einer AFD-Machtübernahme als auch ein AFD-Verbot sind häufig eigene Ängste im Wunsch nach Kontrolle auszuleben, weil aufgrund des eigenen Weltbilds andere Menschen etwas sind, dass grundsätzlich eine Gefahr darstellt und erzogen und beherrscht werden muss. Die weite Verbreitung diese Wunsches ist Teil des autoritären Charakters einer staatlichen Gesellschaft die Umerziehung und Strafe braucht um ihre Herrschaft zu erhalten und in der viele Menschen diese verinnerlicht haben und ihnen jede Möglichkeit gesellschaftlicher Veränderung nur auf diese Art möglich scheint. Diese autoritäre Logik unserer Gesellschaft schafft auch Empathielosigkeit und Arroganz gegenüber dem Leid Anderer.
Kalte Ignoranz gegen Empathie
Im gesamten von Deutschland beanspruchten Gebiet sind Ende Juni fast 8.000 Menschen durch die Hitze getötet wurden. Umgerechnet auf den Bevölkerungsanteil gab es während Hitzwellen Ende Juni in Bochum innerhalb eine Woche ungefähr 30 Menschen, die vorzeitig gestorben sind. Wären in Bochum über eine Woche jeden Tag 4 Personen auf offener Straße erschossen oder niedergefahren wurden, wäre das überall in den Medien und würde, wenn es nicht du Nazis oder Cops geschieht, eine massiven Polizeieinsatz auslösen.
Aber weil diese vorzeitigen Toten durch den Staat, Kapitalismus und Kolonialismus verursacht werden und weil sie überwiegend arm, älter, oft nicht-kartofellig und von abeleismus-betroffen sein dürften werden diese Morde kaum thematisiert.
Und um es klar zu sagen es sind Morde. Die Klimakatastrophe geschieht, weil Staat und Kapitalismus aus ihrer Notwendigkeit von Wachstum und Zentralisierung Ökosysteme zerstören und immer mehr „Ressourcen“ nutzen müssen. Doch Menschen haben und können ohne diese leben. Bis vor wenigen Jahrhunderten gab es keinen gesellschaftsgemachte Erderwärmung. Über 99.000 Jahre der Geschichte der heutigen Menschenform hinweg war der menschliche Einfluss auf das globale Klima gering. Staaten gibt es erst seit 5000 – 6000 Jahren. Und erst als Europa die Welt kolonisierte und den Staat (später den Kapitalismus) überall hin exportierte begannen sie die gesamte Welt zu kontrollieren und damit die gesellschaftliche gemachte Klimakatastrophe.
Heute verfolgt die Polizei die Widerstand dagegen leisten. Also was passiert ist Mord – die Tötung anderer Menschen, um eine unterdrückerische gesellschaftliche Ordnung weiterlaufen lassen zu können. Und im Rahmen diese Massenmordes sind innerhalb einer Woche mehr Menschen umgebracht wurden als durch jene Morde, die Staat als diese anerkennt. Die Mordrate (nach Maßstäben des Staates) liegt in Deutschland bei einem Mord/Totschlag pro Hundetausend Einwohner*innen pro Jahr – das wären pro Jahr in Bochum 3-4 Menschen. Ende Juni starben 10-mal so viele.
Die Stimmen dagegen nicht zu Wort kommen zu lassen trägt selbstverständlich dazu bei, dass es wieder passiert. Außerdem ist überhaupt nicht empathisch gegenüber Menschen wie uns, welche aus echter Empathie, Wut und in Teilen auch eigener Betroffenheit zumindest mit einem inhaltlichen Beitrag versuchen dies zum Thema zu machen. Hier zeigt sich eine Ignoranz gegenüber dem Leid der betroffenen Menschen. Und auch Arroganz gegenüber dem Versuch die wirklichen gesellschaftlichen Ursachen zu benennen und Ansätze aufzuzeigen, was dagegen getan werden.
Wer glaubt radikale Analysen und Antworten würden gebraucht veröffentlicht sie auch… Wer glaubt es bräuchte sie gar nicht, weil mit dem üblichen Mittel – dem Staat die Katastrophen gestoppt werden könne, kann sie selbstverständlich als unwichtig betrachten trotz dem was real passiert und gleichzeitig dreist die Menschen anlügen, welche radikale Analysen schreiben.
Doch warum lügt die Bo-Alternativ-Redaktion so dreist? Wir haben keine sichere Antwort außer unsere klare inhaltliche Differenz, durch Zufall sind wir aber auf etwas gestoßen, was einen zusätzlichen machtpolitischen Hintergrund vermuten lässt.
Bo-Alternativ inzwischen ein Organ der Linkspartei?
Also wir vor nun fast drei Wochen eine Antwort an die Redaktion schickten und sie damit konfrontieren, dass die Begründung Bullshit ist, geschah wieder etwas unerwartetes, wir erhielten eine Fehlermeldung. Nicht von der Redaktionsadresse, sondern von einer privaten. Anscheint werden die Mails über einen Redaktionsverteiler geleitet. Das ist nichts besonderes, aber spannend ist wer dort auf den Verteiler und damit Teil der Redaktion zu seien scheint: Einer der beiden Spitzenpolitiker*innen und Ratsmitglieder der Linkspartei in Bochum.
Wir könnten jetzt seinen Namen nennen, Die Funktionär*innen des Staates und seiner Parteien sind jedoch austauschbar – das Problem sind nicht sie als Individuen, sondern die Rolle, welche sie einnehmen (müssen).
Stellt sich auf jeden Fall die Frage wie neutral eine Seite gegenüber Anarchist*innen sein kann, wenn in der Redaktion (mindestens) ein wichtiger Parteikader sitzt?
Warum die Linksparteispitze Angst vor uns haben könnte…
Erstmal wir sind ein kleines Projekt und wollen uns nicht wichtiger und größer machen als wir sind. Aber so klein wir auch sind, wir sind das einzige öffentliche Projekt in Bochum, welches sich offen gegen Parteien und den Staat richtet. Das gibt es sonst nicht.
Unsere Ablehnung und inhaltlicher Angriff auf Parteien macht uns als schon auf einer gewisse Art zu Konkurrenz der Linkspartei (auch wenn wir viel kleiner sind).
Außerdem versuchen wir grundsätzlich sozial zu wirken und nicht ein verschlossene elitäre Szene zu bilden. Und wer das neben uns in Bochum vor allem noch gut hinkriegt, ist bei aller Ablehnung, die Linkspartei. Das macht sie selbstverständlich gleichzeitig bedrohlicher, weil die Energie, welch Menschen in sie stecken in den Staat geleitet und damit langfristig für Unterdrückung statt Befreiung genutzt wird.
An der Stelle wollen wir auch noch erwähnen, dass es vor einigen Monaten Repression von Seiten der Stadt bzw. städtischer Politik gegen uns gab. Zum Schutz Dritter können wir dazu leider keine Details nennen. Zunächst gingen wir davon, dass aus den Glauben an die Extremismustheorie motiviert war. Nun ziehen wir auch in Erwägung, dass damals die Linksparteispitze dahinter stand – und versucht uns Aktivitäten zu stören. Wir wissen es nicht sicher, aber erscheint nun eine realistische Möglichkeit.
Abschließend möchten wir noch betonen, dass wir nicht davon ausgehen, dass alle Parteimitglieder hinter solchen Dingen stehen. Gerade die Linke hat in den letzten Jahren massiv Menschen angezogen, welche nach Alternativen suchen und teils dann naiv in Parteistrukturen gelandet sind. Wir denken viele von ihnen haben ehrliche Absichten und nicht machtpolitische Ziele. Dass diese Ziele in und durch eine Partei nicht verwirklichbar sind, sondern Teilnahme dort ihnen entgegnen wirkt steht auf einem anderen Blatt.
Wie weiter bezüglich Bo-Alternativ?
Zwar würden wir uns freuen wenn Menschen aufgrund des übergriffigen Versuchs uns manipulieren Bo-Alternativ ein paar unangenehme Nachrichten schreiben – gleichzeitig gibt es andere Kämpfe. Wer Bock hat – hier ist die E-Mailadresse der Redaktion: redaktion@bo-alternativ.de Darüber hinaus teilt doch gerne diesen Artikel so dass weniger Menschen Bo-Alternativ unterstützen und mehr die Notwendigkeit sehen für eine eigene lokale anarchistische News-Seite.
Und steckt sonstige Energie, Zeit und Ressourcen lieber in den Aufbau anarchistischer und anti-autoritärer Strukturen. Wir brauchen mehr Veranstaltungen und Aktionen und dann bauen wir einfach was eigenes auf. Also startet selbst etwas oder kommt zu uns rum. Uns nächstes offenes Treffen ist am Freitag, den 14.08.
Und an die Bo-Alternativ-Redaktion: Wollt ihr euch nicht einfach auflösen? Bochum und der Rest vom Pott hat inzwischen fast 70 Jahre sozialdemokratische Elendsverwaltung erlebt. Noch mehr davon diesmal durch die Linkspartei und ihre Alliierten statt der SPD brauchen wir nicht.
Anhang: Die Klimakatastrophe ist seit 200 Jahren hier
ir haben eine kleines Plakat zur Klimakatastrophe erstellt. In diesen geht um den geschichtlichen Zusammenhang der Klimakatastrophe mit dem Ruhrgebiet, denn diese seit über 200 Jahren hier präsent. Außerdem um die Rolle von Staat und Kapitalismus. Wenn ihr auch eine anarchistische Gruppe/Projekt aus dem Ruhrgebiet seid und das Plakat benutzten wollt schreibt uns gerne eine Mail (fannysandfanyas@riseup.net) und wir können uns URL gegen eure austauschen. Gerne auch Fehler schicken, Hitze und so.
Hitzewellen, Überflutungen, Dürren – die Folgen der gesellschaftlich gemachten Klimakatastrophe sind heute überall.
Doch im Ruhrgebiet spüren wir sie schon viel länger. Vor 200 Jahren begann der industrielle Bergbau uns den Boden unter den Füßen zu nehmen. Die Kohle befeuerte die Hochhöfen deren Stahl das Gerüst der Deutschen Wirtschaft und Kriege bildete. Kriege, in denen Millionen verheizt wurden. Das geschah nicht freiwillig – die wenigsten arbeiteten gerne Untertage, wenn sie anders ein gutes Auskommen fanden. Doch seit es Staaten gibt (später zusammen mit dem Kapitalismus) nehmen sie den Menschen die Möglichkeit ein gutes selbstbestimmtes Leben zu führen– sie rauben ihnen Land und zerstören lokale Gemeinschaften.
Warum sollten Menschen, die lokal in solidarischen Gemeinschaften versorgt sind, sich einer Regierung unterwerfen oder von Unternehmen ausbeuten lassen? Darum zerstört der Staat und Kapitalismus Ökosysteme, die Menschen sonst Nahrung und Schutz spenden. Darum wurden im 19. Jahrhundert Menschen verarmt und so in die Zechen gedrängt.
Der Kohlebergbau war der Beginn der Klimakatastrophe hier. Tausende starben bei Unglücken, unzählige wurden Lungen durch Staub erstickt – Land begann abzusacken – so tief, dass Gelsenkirchen, Oberhausen, Duisburg, Hamm, Recklinghausen, Gladbeck und andere Städte ohne permanentes Pumpen absaufen: In der Herschaftsprache: „Ewigkeitsschäden“.
Und als die Arbeiter*innen immer wieder versuchten sich gegen ihre Ausbeutung zu wehren – für bessere Bedienungen kämpften, oder gar eine andere Gesellschaft; waren es Militär und Polizei, die ihren Revolten niederschlugen. Genauso wie sie heute Wälder räumen. Als es günstiger wurde woanders Kohl abzubauen und Stahl herzustellen, wurde die Region und viele Menschen weggeworfen – der Armut überlassen. Die allgemeine Bevölkerung war und ist für Staat und Kapitalismus nie mehr als Mittel zum Zweck. Verlieren wir unsere Nützlichkeit, kriegen wir maximal noch Almosen, damit wir nicht aufbegehren. Wer arm ist, stirbt heute in der Hitze direkt unter den Dächern oder auf der Straße. Und das wird schlimmer und mehr werden. Genauso wie die Fluten der Unwetter, die Preisanstiege durch die Dürren und die Massenmorde an den Grenzen.
Solange Politikerinnen und Reiche über uns bestimmen – solange wir treue Untertaninnen des Staates sind – werden sie uns weiter opfern. Die Katastrophe werden sie nicht stoppen. Genauso wenig wie all die Rechten, die leugnen, dass die Katastrophe gesellschaftlich gemacht ist. Oder Linke, welche weiter mit symbolischen Demos den Glauben an den Staat als Problemlöser erhalten. Der Weg in eine kühlere Welt ist lang. Aber wenn wir die Maschinen des herrschenden Systems nicht zum erliegen bringen – uns die geraubte Erde nehmen und sie in einen lebendigen Ort verwandeln, wird die Hölle immer heißer. Die Klimakatastrophe ist seit 200 Jahren hier – nur gegenseitige Hilfe und der Aufstand gegen die Ordnung, die sie verursacht, werden uns durch sie bringen.“
Am Freitag, den 14.08.2026 findet unser nächstes Kennenlerntreffen statt. Um das ganze etwas zu strukturieren gibt es neben zwei Phasen, wo wir einander und die Gruppe vorstellen – jetzt jedes Mal mit einem Vorschlag für ein Diskussionsthema. Selbstverständlich ist immer nur ein Vorschlag. Unser Vorschlag für den 14.08 ist:
Themenvorschlag für den 14.08: Gegen Terror, Überwachung und Kontrolle – Als Queers in die Offensive?
Stonewall ist bald 60 Jahre her und es scheint als ob die Queer Community fast überall nur noch Abwehrkämpfe führt: Angriffe von kartoffeligen Rechten, religiösen Fanatiker*innen und auch autoritären Linken gegen die Community nehmen massiv zu. Zugelassen oder oft unterstützt werden sie vom Staat. Dieser kürzt gleichzeitig die paar erkämpften Almosen.*
Die patriarchalen Kontrollstrukturen: Ehe, die Norm der Monogamie, die Abstammungsfamilie werden durch direkt und indirekte Gesetze und damit Gewalt seitens des Staates weiter erhalten.
Für viele nicht-kartoffelige und nicht-weiße Queers hat die staatliche Repression nie aufgehört. Gewalt durch den Staat betrifft auch viele trans Personen. Nicht-binäre Menschen haben keinen Zugang mehr zu vollständiger Gesundheitsversorgung. Und über Allem steht der Schatten, dass wir bald alle wieder in Lager gesteckt werden – unterstützt durch die gleiche Überwachung, die angeblich unserem Schutz dient.
Queere Selbstbestimmung und Freiheit wurde nie auch nur annähernd erreicht. Wie können wir zurück in die Offensive gehen – Stonewall lebendig sein lassen? Uns der Spaltung durch diese Gesellschaft und ihren Herrschaftsformen mutig entgegenstellen? Und was wäre eine queer-anarchistische Perspektive, welche die Zerstörung dieser Herrschaft und Befreiung nach Vorne stellt statt die Repräsentation von (starren) Identitäten? Das sind mögliche Fragen.
Hast du Angst vorm Faschismus/Autoritarismus? Ja? Cool, weil dann bist du nicht alleine – wir haben auch Angst! Angst zu haben ist Teil von dem was uns menschlich – was uns zu Lebewesen macht: Unsere Verletzlichkeit.
Angesichts der immer größer werdenden gesellschaftlichen Katastrophen – darunter das Anwachsen des Faschismus – ist es normal und gut Angst zu haben. Ab was sollten wir trotz dieser Angst tun?
Hier ein kleiner Bericht vom anarchistischen Parkfest in Dortmund am 11.07, den wir bereits über andere Kanäle geteilt hatten:
Wir waren mit einem Bücher- und Broschürenstand dort. Der war richtig gut besucht und vom Material her am umfangreichsten bestückt. Insgesamt gab es weniger Stände – nur 7 und weniger Besucher*innen als in den Vorjahren. Sehr viele Leute haben uns als Projekt aber viel Kraft und Erfolg gewünscht.
Am Freitag, den 10.07.2026 findet unser nächstes Kennenlerntreffen statt. Um das ganze etwas zu strukturieren gibt es neben zwei Phasen, wo wir einander und die Gruppe vorstellen – jetzt jedes Mal mit einem Vorschlag für ein Diskussionsthema. Selbstverständlich ist immer nur ein Vorschlag. Unser Vorschlag für den 10.07 ist:
Themenvorschlag für den 10.07: Wie AFD und Trump stoppen?Perspektiven jenseits von Verboten und Sitzblockaden
Perspektivlosigkeit Armut, Einsamkeit, Menschenfeindlichkeit und Autoritarismus lassen sich nicht einfach verbieten. Genau sowenig wie gerade Parteitage durch Sitzblockaden oder Demos gestoppt werden. Wie können wir die AFD jenseits einer staatlichen Logik von Protest und Verbot bekämpfen? Was können wir dabei vom Widerstand in Minneapolis, Minnesota und anderen Orten im von den USA beanspruchten Gebiet lernen? Und solidarische gegenüber den Menschen dort sein? Welche Perspektiven hat eine selbstorganisierter Widerstand gegen Autoritarismus? Und ist nicht eher radikale Gesellschaftsveränderung die Antwort als die Ausweitung der staatlichen Macht?
Hier auch nochmal die allgemeine Ankündigung
Die Weltlage scheint aussichtslos. Das Wachstum des Faschismus ist sehr vielen bewusst. Manche wollen aus Angst vor Veränderung, dass es noch schlimmer wird, den Status Quo um jeden Preis verteidigen. Andere suchen die Hoffnung in immer wieder auf schrecklichen Weise gescheiterten Utopien wie der Sowjetunion.
Ihre Antwort hat eines gemeinsam – sie bedeutet mehr Mach für den Staat – mehr Kontrolle, mehr Herrschaft. Immer weniger Freiheit. Am Ende wird dann nach unten getreten gegen die Beherrschten statt gegen die Institutionen der Herrschaft.
Dieser Einladung ist nicht für sie. Dieser Text ist für dich, wenn du daran zweifelst oder es ablehnst.
Freiheit, Kreativität, Selbstbestimmung und Solidarität – sie wirken im ferner – wie eine Utopie, die unerreichbar ist. Dabei sind Menschen weder von Natur aus unterdrückerisch noch ist die jetzige Art zu leben alternativlos. Wir glauben nur, dass es nichts anderes geben kann, weil wir von Staat und Kapitalismus, von Patriarchat und Kolonialismus, von Abelismus und Anthropzentrismus¹ dazu gebracht werden dies zu verinnerlichen.
Wir wollen in Bochum einen Ort schaffen, der uns erinnert, dass Menschsein – das Leben – etwas anderes sein kann. Er soll keine Freiraum sein, sondern ein Ort der Auseinandersetzung mit der Gesellschaft, ein Ort des Widerstandes und ein Ort der Erinnerung daran, dass Menschsein und Leben nicht so sein müssen.
Bis wir diesen Ort haben, treffen wir uns jeden 2ten Freitag(Nächste Termine: 10.07, 14.08, 11.09 ) zum Kennlernen und Diskutieren in einem Café in der Bochum Innenstadt.Zeit: 15:30 -18.00 Uhr Ort auf Anfrage per Mail an fannysandfanyas.riseup.net oder per Signal über diesen Link.
Falls du an den Termin(en) keine Zeit habt, besteht auch die Möglichkeit was Anderes auszumachen. Melde dich dich einfach bei uns.
Wir haben eine kleines Plakat zur Klimakatastrophe erstellt. In diesen geht um den geschichtlichen Zusammenhang der Klimakatastrophe mit dem Ruhrgebiet, denn diese seit über 200 Jahren hier präsent. Außerdem um die Rolle von Staat und Kapitalismus. Wenn ihr auch eine anarchistische Gruppe/Projekt aus dem Ruhrgebiet seid und das Plakat benutzten wollt schreibt uns gerne eine Mail (fannysandfanyas@riseup.net) und wir können uns URL gegen eure austauschen. Gerne auch Fehler schicken, Hitze und so.
Am Freitag, den 12.06.2026 findet unser nächstes Kennenlerntreffen statt. Um das ganze etwas zu strukturieren gibt es neben zwei Phasen, wo wir einander und die Gruppe vorstellen – jetzt jedes Mal mit einem Vorschlag für ein Diskussionsthema. Selbstverständlich ist immer nur ein Vorschlag. Unser Vorschlag für den 12.06 ist:
Konkrete solidarische Strukturen in Bochum aufbauen
Beim letzten offenen Treffen haben wir darüber gesprochen, wie wir auf die steigenden Preise und wachsende Verarmung reagieren können. Dabei sind schon konkrete, lokale Projektideen entstanden über die wir weiter sprechen wollen. Selbstverständlich kannst du auch weitere mitbringen. Grob soll es darum gehen in der Bochumer Innenstadt solidargemeinschaftliche Strukturen aufzubauen (erst draußen und dann später in unserem Laden). Dabei wollen wir uns abheben von bisherigen Angeboten, die Tausch oder Bedürftigkeitsprüfungen voraussetzen. Außerdem der Verwaltung des Elends der jetzigen Gesellschaft eine klare sozialrevolutionäre Perspektive entgegensetzen.
Am Freitag, den 08.05.2026 findet unser nächstes Kennenlerntreffen statt. Um das ganze etwas zu strukturieren gibt es neben zwei Phasen, wo wir einander und die Gruppe vorstellen – jetzt jedes Mal ein Vorschlag für ein Diskussionsthema. Selbstverständlich ist immer nur ein Vorschlag. Unser Vorschlag für den 08.05 ist:
Die Preise wachsen? Unsere Solidarität auch?
Die Verwerfungen auf den Öl- und anderen Märkten als Resultat des Irankrieges zeigen bereits erste Auswirkungen. Mittelfristig werden sie zu Ressourcenengpässen führen, die sich hierzulande als Teuerungen in vielen Lebensbereichen und international auch in Form von Hungersnöten und anderen Krisen ausdrücken. Wir wollen sowohl die Zusammenhänge dahinter als auch konkrete Ideen wie wir gemeinsam drauf reagieren können diskutieren.
Hier auch nochmal die allgemeine Ankündigung
Die Weltlage scheint aussichtslos. Das Wachstum des Faschismus ist sehr vielen bewusst. Manche wollen aus Angst vor Veränderung, dass es noch schlimmer wird, den Status Quo um jeden Preis verteidigen. Andere suchen die Hoffnung in immer wieder auf schrecklichen Weise gescheiterten Utopien wie der Sowjetunion.
Ihre Antwort hat eines gemeinsam – sie bedeutet mehr Mach für den Staat – mehr Kontrolle, mehr Herrschaft. Immer weniger Freiheit. Am Ende wird dann nach unten getreten gegen die Beherrschten statt gegen die Institutionen der Herrschaft.
Dieser Einladung ist nicht für sie. Dieser Text ist für dich, wenn du daran zweifelst oder es ablehnst.
Freiheit, Kreativität, Selbstbestimmung und Solidarität – sie wirken im ferner – wie eine Utopie, die unerreichbar ist. Dabei sind Menschen weder von Natur aus unterdrückerisch noch ist die jetzige Art zu leben alternativlos. Wir glauben nur, dass es nichts anderes geben kann, weil wir von Staat und Kapitalismus, von Patriarchat und Kolonialismus, von Abelismus und Anthropzentrismus¹ dazu gebracht werden dies zu verinnerlichen.
Wir wollen in Bochum einen Ort schaffen, der uns erinnert, dass Menschsein – das Leben – etwas anderes sein kann. Er soll keine Freiraum sein, sondern ein Ort der Auseinandersetzung mit der Gesellschaft, ein Ort des Widerstandes und ein Ort der Erinnerung daran, dass Menschsein und Leben nicht so sein müssen.
Bis wir diesen Ort haben, treffen wir uns jeden 2ten Freitag(Nächste Termine: 08.05, 12.06 und 10.06 ) zum Kennlernen und Diskutieren in einem Café in der Bochum Innenstadt.Zeit: 15:30 -18.00 Uhr Ort auf Anfrage per Mail an fannysandfanyasriseup.net oder per Signal über diesen Link.
Falls du an den Termin(en) keine Zeit habt, besteht auch die Möglichkeit was Anderes auszumachen. Melde dich dich einfach bei uns.